Ärztevermittlung für Honorarärzte im Bereich Anästhesie
Die Unterteilung der Anästhesieformen kann nach historischen, klinischen oder pharmakologischen Aspekten erfolgen. Meistens werden die Verfahren nach dem Wirkort gegliedert. Dabei werden die Allgemeinanästhesie, die auf den ganzen Körper einwirkt, von örtlich wirksamen Verfahren unterschieden.
Allgemeinanästhesie
Als Allgemeinanästhesie oder Narkose bezeichnet man die Ausschaltung bestimmter Körperfunktionen zum Zwecke der Toleranz gegenüber diagnostischen oder operativen Eingriffen. Dabei werden die Komponenten Schmerzausschaltung (Analgesie), Bewusstseinsverlust (Hypnose), Dämpfung vegetativer Funktionen sowie die Muskelentspannung (Muskelrelaxierung) verstanden. Üblicherweise geht damit eine Gedächtnislücke (Amnesie) einher. Eine strenge Trennung dieser Bestandteile ist nicht möglich, ebenso sind die genauen anatomischen Wirkorte und molekularen Mechanismen noch nicht komplett verstanden.
Örtliche Anästhesieverfahren
Als Lokal- und Regionalanästhesie wird die örtliche Schmerzausschaltung im Bereich der Nervenbahnen- und /oder -endigungen ohne Beeinträchtigung des Bewusstseins verstanden. Dies geschieht vor allem durch Medikamente, die die elektrische Leitfähigkeit der Nerven für Nervenimpulse reversibel unterdrücken, den Lokalanästhetika.